| Das Projekt ITER |
|
(ITER: International Thermonuclear Experimental Reactor) Nachdem Forschung im Bereich der Kernfusion schon seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts läuft, soll ein neues Bauvorhaben das Ziel der Fusionsenergiegewinnung endlich in greifbare Nähe rücken: Das ITER-Projekt. (ITER= lat. „Der Weg“)
Der ITER-Reaktor soll als erste Fusionsanlage minutenlange Fusionsphasen mit einer positiven Energiebilanz aufrechterhalten können. In vielen Bereichen, wie Tritium-Rückgewinnung, Kühlung, Abschirmung und remote handling sollen Verbesserungen erzielt werden, die der nächsten Generation zu gute kommen sollen. Bei ITER handelt es sich um einen „Tokamak“-Reaktor. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass das Plasma, in dem die Fusion stattfindet, in einem toroidalen Gefäß von Magnetfeldern eingeschlossen wird. ![]() Teil des Magnetrings Im Vergleich zu Kernspaltungsreaktoren sind Fusionskraftwerke wesentlich sicherer, da das Fusionsplasma extrem störungsanfällig ist und zusammenbricht, sobald sich die Idealbedingungen ändern. Auch die kontrollierbare Brennstoffzufuhr wirkt sich hier positiv aus. ![]() Lageplan der Anlage im französischen Cadarache Der internationalen ITER-Organisation obliegen die Verwaltung der Anlage und vor allem die Abwicklung des Aufbaus. Gesamtkosten werden in der Höhe von 4,5 Milliarden €, die zu einem Drittel von der EU getragen werden, erwartet.
Autor: Bildnachweis: |
|
| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 22. April 2009 ) |